Bilder von eingesetzten DU Munitionen

 

 

 

 

Was ist Uran?
Uran ist ein schwach radioaktives Element, welches natürlich in der Umwelt vorkommt. Jeder von uns nimmt es auf und atmet natürliches Uran jeden Tag ein, da es sich in der Luft, im Wasser und im Boden befindet. Die Menge variiert und hängt ab von den natürlichen Vorkommen in dem Gebiet, in dem man lebt und in den Gebieten, in denen das Essen und die Getränke die man zu sich nimmt, produziert werden. Infolgedessen hat jeder von uns etwas Uran im Körper, welches über den Urin ausgeschieden wird. In Gebieten, in denen der natürliche Anteil an Uran im Boden oder im Wasser hoch ist, können diese Anteile wesentlich höher sein.
Angereichertes Uran (Uran, welches radioaktiver ist als natürliches Uran) wird in Kernkraftwerken eingesetzt und sehr hoch angereichertes Uran wird für Nuklearwaffen verwendet.


Was ist abgereichertes Uran?
Abgereichertes Uran ist ein Abfallprodukt der Atomenergienutzung.
Der allergrößte Teil des natürlich vorkommenden Urans ist Uran 238, der Anteil des Isotopes Uran 235 liegt nur bei etwa 0,7%. Als spaltbares Material für Atomkraftwerke und Atombomben ist nur das Uran 235 geeignet. Aus diesem Grund muss das Natururan „angereichert“ werden, d.h. der Anteil des Uran-Isotops 235 wird erhöht. Bei diesem Anreicherungsprozeß bleibt in großen Mengen „abgereichertes“ Uran übrig, welches fast nur noch Uran 238 enthält. Dieses abgereicherte Uran ist schwach radioaktiv, schlecht wiederverwertbar und muss mit entsprechenden Kosten „sicher“ gelagert werden. Das das depleted Uranium (DU) als Waffenmaterial entdeckt wurde, hatte gleichermaßen Vorteile für die Atomwirtschaft und die Rüstungsindustrie. Das DU wird zu billigsten Preisen oder sogar umsonst an die Rüstungsindustrie abgegeben und die Atomwirtschaft spart Lagerkosten.
Das abgereicherte Uran wird von den Militärs als ideales Material für panzerbrechende Munition angesehen, da es der schwerste quasi natürlich vorkommende Stoff ist. Es ist um ein vielfaches härter als Stahl und kann somit Stahl durchdringen und leicht brechen. Es gibt verschiedene Kaliber, die größeren werden von Panzern und Flugzeugen, die kleineren von Maschinengewehren abgeschossen. Panzer, deren Schutzmäntel abgereichertes Uran enthalten sind sehr effektiv in der Abwehr von Waffen.


Standardmäßig mit dieser Munition ausgestattet sind die Apache-Hubschrauber. Bei modernen US-Panzern, wie z.B. dem Abrams Panzer, werden die Schutzmäntel durch abgereichertes Uran gehärtet.
Viele Staaten, Großbritannien, Rußland, Türkei, Saudi Arabien, Pakistan, Thailand, Israel, Frankreich und allen voran die USA entwickeln DU-Munition oder verfügen bereits darüber. Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten benützten abgereicherte Uran Munition und Panzer mit Schutzmänteln gehärtet durch abgereichertes Uran zum ersten Mal während des Golf Krieges.


Was macht diese Munition so bedenklich?
Das Metall pulverisiert durch Aufprall und Verbrennung und es entsteht Urandioxid. Die Partikel, die hundertmal kleiner als ein Sandkorn sind, können durch Wunden in den Körper gelangen oder eingeatmet werden. Diese Staubpartikelchen sind je nach Verbrennungstemparatur in Körperflüssigkeit löslich, somit wird ihre giftige Eigenschaft wirksam. Durch die Verbrennungshitze können sie aber auch die Eigenschaft von Keramik annehmen und unlöslich sein, sie setzen sich im Körper fest und entfalten ihre radioaktive Wirkung über Jahre.

Welches sind die gesundheitlichen Auswirkungen des angereicherten Urans?
Die wichtigsten gesundheitlichen Bedenken durch abgereichertes Uran beziehen sich eher auf die chemischen Bestandteile als auf die Radioaktivität, die sehr niedrig ist. So wie bei alle Chemikalien, hängt die Gefahr hauptsächlich von der im Körper aufgenommenen Menge ab. Es wurde erkannt, dass natürliches Uran in hoher Dosis Nierenschäden verursacht hat. Die größte Möglichkeit für die medizinisch bedeutsame Enthüllung über abgereichertes Uran erfolgt durch Veteranen die in oder auf Panzern oder anderen Rüstungsfahrzeugen waren, als die Fahrzeuge von DU-Munition getroffen wurden und bei Veteranen die in oder auf US-Fahrzeugen oder an Standorten gearbeitet haben, die mit abgereichertem Uran verseucht waren.
Seit 1993 hat das Ministerium für Kriegsveteranen 33 Veteranen überwacht, die schwer verletzt wurden im Beschuss durch eigene Truppen, die abgereichertes Uran verwendeten. Diese Veteranen wurden überwacht vom medizinischen Zentrum Baltimore VA. Viele von diesen Veteranen haben anhaltende gesundheitliche Probleme, hauptsächlich Probleme in Bezug zu den körperlichen Verletzungen,die sie sich während des Beschusses durch eigene Truppen zugezogen haben. Ungefähr die Hälfte dieser Gruppe hat noch Metallfragmente von abgereichertem Uran in ihren Körpern. Seit die Überwachung im Jahre 1993 begann, ist der Uran Anteil im Urin der Veteranen, die Metallfragmente in ihrem Körper haben, höher als normal. Diese Veteranen werden sehr sorgfältig beobachtet und es werden etliche verschiedene medizinische Tests durchgeführt um zu festzustellen, ob Fragmente von abgereichertem Uran irgendwelche Gesundheitsprobleme verursachen. Die beobachteten Veteranen, die in den Beschuss eigener Truppen gerieten, aber bei denen sich keine Fragmente des abgereicherten Urans im Körper festgesetzt haben, weisen im Allgemeinen keine höheren Anteile an Uran in ihrem Urin auf.
Bei den 33 Veteranen im Programm fielen die Nierenfunktionstests alle normal aus. Zusätzlich scheint die Fruchtbarkeit dieser Gruppe normal zu sein, da alle von diesen Veteranen zwischen 1991 und 1997 gezeugten Kindern keine Geburtsschäden hatten.


Wer ist gefährdet?
Gefährdet sind zunächst natürlich jene Personen, die von dieser Munition getroffen werden. Dies waren im Golfkrieg Soldaten der Vereinigten Staaten, die unter den Beschuss der eigenen Truppen gerieten. Gefährdet waren auch diejenigen, die sich den feindlichen Panzern, die mit Uranmunition abgeschossen wurden, näherten. Die Uranpartikel wurden auch durch Brände weit ins Land hinein getragen. Uranstäube sowie daneben gegangene Granatsplitter oder ganze Granaten bleiben im Boden oder im Wasser liegen und geben über Jahre hinweg ihre giftige und radioaktive Wirkung ab.


Weitere Artikel und Infos:

UNEP DU Field Assessment 2000 - Bericht der Schweizer Team - Mitglieder

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) liess ein Team von wissenschaftlichen Experten in der Zeit vom 5. bis zum 19. November 2000 verschiedene Standorte im Kosovo untersuchen, wo während des Balkankonflikts von 1999 Munition aus abgereichertem Uran (DU) verwendet worden war. den ganzen Artikel lesen

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Information des World Depleted Uranium Centers zur Homepage des Woduc.de

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